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Mittwoch, 15.02.2012 - Alice Springs

Hey Leute, so schnell gehts.. da bin ich auf einmal wieder innerhalb von ner Woche durch halb Australien gefahren.. Sitz gerade in der Mitte der Insel in der Bude von einem Kanadier und sorge dafür, dass ich während der zweiten Hälfte des Roadtrips die erste Hälfte nicht schon vergesse. Sind am Donnerstag mit leichten Startschwierigkeiten in Adelaide losgefahren und haben es bisher mit mehr oder weniger akzeptablen Zwischenfällen über 2500km durch das australische Outback bis hier her nach Alice Springs gemeistert. Die Startschwierigkeiten haben schon in Waikerie beim Orangenpicken angefangen, indem mein Auto nach dem vierten Tag nicht mehr alleine starten wollte, das heißt das Nick, der Holländer mir ungefähr 5-8 mal am Tag Starthilfe geben musste. Als ich dann aber nach unserer Ankunft in Adelaide die Batterie aufgeladen habe und am nächsten Morgen immernoch kein Geräusch aus der Kiste kam, musste ich dann wohl oder übel eine neue Batterie für 130$ kaufen. Alles super, bis das Auto dann auf einmal nach ungefähr 300km einfach ausging. Nachdem es dann nach ein paar Sekunden wieder von selber anging ging es dann auch weiter. Dazu kam noch, dass bei der Abfahrt in Adelaide ein Bremsklotz angefangen hat an der Bremsscheibe zu schleifen, aber dafür war in dem Moment keine Zeit, darum musste sich dann später gekümmert werden. Mein Auto ist dann am nächsten Tag noch ein paar Mal mitten auf dem Highway beim Fahren ausgegangen, sodass wir ziemlich hilflos am Straßenrand standen, mitten in der Wüste. Nächste Stadt südlich 400km, nächste Stadt nördlich 300km, was soll man da machen? Als wir das Abschleppseil schon ausgepackt hatten, um mich 300km nach Norden zu ziehen, ging es dann per Starterkabel doch wieder an und wir konnten aus eigener Kraft dort hinfahren. Ich habe dort schon das Gefühl gehabt, dass die Reperatur ganz schön deftig wird. Vielleicht ein defekter Ordinator, das Ding, welches die Batterie beim Fahren lädt, kostet hier um die 700$ mit Einbau und leider auch ein neuer Bremssatz, welcher mich auch nochmal ungefähr um 150$ leichter macht. Wir haben also in Coober Pedy gestoppt, um einen Mechniker aufzusuchen, welches nach ein bisschen Würgen auch irgendwann geklappt hat. Die Leute dort waren zum Glück mega cool und haben uns kurz vor Feierabend noch schnell unter die Haube geguckt. Das Energieproblem war nach 10 min gelöst, die Terminals an der Batterie waren nur durchgebrannt, schnell einen neuen Klip eingebaut und das Auto lief wieder. Dann noch fix das Hinterrad aufgebockt, Rad abgenommen und den abgenudelten Bremsklotz gegen einen second hand Klotz ausgetauscht, eben die anderen Bremsen gecheckt und mich mit einer Rechnung von gerade Mal 80$ wieder auf die Straße geschickt. Das waren auch die einzigen negativen Erlebnisse des Roadtrips, wenigstens ist das Auto jetzt noch einmal durchgecheckt und wird die nächsten paar tausend Kilometer wieder fit durchfahren. Der Plan des Roadtrips ist, auf dem Weg von Adelaide nach Darwin über Alice Springs die sehenswertesten Spots mitzunehmen. Wir haben unsere leeren Plätze mit ein paar Leuten aufgefüllt. Von Adelaide nehmen wir drei Franzosen, einen Engländer, einen Italiener und einen Franzosen mit von denen aber nur der Italiener bis nach Darwin mitkommt, der Rest steigt in Alice Springs aus und wird gegen neue Leute getauscht. Nach dem wir also in der Mitte Australiens angekommen sind, fuhren wir gerade wegs zum Uluru, Ayers Rock, der große rote Stein in der Mitte der Insel. Ich könnte jetzt ewig drüber schreiben wie toll es war, aber ich kann das einfach nicht in Worte fassen, es war einfach so Atemberaubend vor diesem riesigen Felsbrocken mitten im Outback zu stehen, das Symbol von Australien, der spirituelle Mittelpunkt der Ureinwohner.. Wir haben uns dort also den Sonnenuntergang und am nächsten Morgen den Sonnenaufgang angeguckt. Die Farben des Gesteins ändern sich im Minutentakt, bis man dann nur noch die Silhuette sieht. Nach Sonnenaufgang sind wir dann einmal um den Stein herumgelaufen, wofür wir ungefähr 6 Stunden gebraucht haben. Nach Ayers Rock sind wir in die Kata Tjutas gefahren, Felskombinationen aus dem selben Material wie Ayers Rock, doch mit dem Unterschied, das es nicht ein richtig riesiger Stein ist, sondern 39 normal riesige Steine neben einander. Hier haben wir eine kleine Wanderung durch eine Schlucht gemacht mit perfektem Echo und atemberaubenden Ausblicken. Nach der ganzen Show sind wir weiter zum Kings Canyon gefahren und haben dort eine 10km Wanderung durch den Canyon gemacht, mit Zwischenstop im Garden of Eden, dem Highlight des Tracks. Ein kristallklarer Pool am Ende einer gigantischen Schlucht auf ungefähr 150m Höhe. Auch hier kann ich den Ausblick nicht in Worte fassen, selbst die Bilder sagen nicht so viel aus, vorallem weil alles so verfickt riesig ist hier in Australien..! Selbst mit einer Weitwinkelkamera hat man nicht beide Seiten der Schlucht auf die Linse bekommen, so dass die Bilder die Hälfte an Wert verlieren. Auf jeden Fall gehört Kings Canyon jetzt mit zu meinen Top 5 Spots in ganz Australien, zusammen mit Ubir, Loch Ard Gorge und Broome, Nummer 5 habe ich noch nicht gefunden.. Das waren so die Highlights bis jetzt, Alice Springs it ganz in Ordnung, nur von den black fellas muss man sich in Acht nehmen, es gibt hier jeden Tag Attacken auf weiße und vorallem Backpacker. Bleiben aber nur zwei Nächte hier, also machen wir uns da mal keine Sorgen.. Die Erste Hälfte des Roadtrips ist also vorbei nach einer Woche, unsere Lifts sind ausgestiegen und die neuen Leute haben das Gepäck auch schon im Auto. Ein deutsches Mädel, eine Holländerin und ein Italienisch-Taiwanesisches Pärchen kommen dazu. Das Pärchen und Robin ein Hitchhiker, den wir am Ayers Rock aufgegabelt haben, sitzen bei mir im Auto.. Sorry, aber bin jetzt zu müde um weiterzuschreiben, der Rest kommt später..
24.2.12 06:40
 


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