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Mittwoch, 07.12.2011 - Borden

Was macht man, wenn man fast ein halbes Jahr in kleinen bis winzig kleinen Städten gelebt hat und dann in eine Millionenstadt kommt?? Die Entscheidung war nicht schwer.. Nach einer Woche wieder dort abhauen und vor dem Getümmel fliehen. Ich bin jetzt mit Max ungefähr 350km südöstlich von Perth, 130km nördlich von Albany, in der Nähe einer kleinen Stadt namens Borden auf einer Getreidefarm woofen. Woofing ist, wenn man mit einer Familie zusammen im Haus lebt, denen bei der Arbeit da Heim hilft und dafür kostenlos dort wohnen und essen darf. Unsere Familie besitzt eine Getreidefarm mit 18000 acres Nutzfeld, also die Fläche, auf der gerade im Moment Getreide angebaut wird. Dazu kommen noch mal die Felder, auf denen nächste Saison wieder angebaut wird, 1500 Schafe die schon rumlaufen plus 1800 Schafe die wir heute eingekauft haben und morgen oder übermorgen aufs Feld fahren, ein riesiges Grundstück mit dem Familienwohnhaus und zwei alten Gästehäusern und den Sheds und jede Menge 4wd Pick Ups, genannt Hudes, Traktoren, Bagger, Mähdrescher und das Beste: Motorräder..! In Borden selbst Leben ungefähr 30 Menschen, es kennt also jeder jeden und man kann machen was man will, weil es keine Polizei gibt. Die Farm ist ungefähr 15min Gravelroad von Borden entfernt, also komplett im Nichts. Wir leben hier mit neun Leuten, Tanya und Greg, Mum und Dad, deren Kindern Daisy, Jarrow, Alec und Chaise, Uncle Moony, Gail, eine Backperin aus Wales, Max und mir. Auf der Farm an sich arbeiten wir zu acht. Unsere Aufgaben hier sind einfach.. Helfen wo immer wir auch können. Meistens sitzen wir in den Hudes und fahren durch die Pampa um Sachen von A nach B zu bringen. Das Getreide, was abgeerntet wird muss manchmal gereinigt werden, weil zu viele Steine mit dabei sind. Das erledigen dann riesige Maschinen, auf die wir dann aufpassen müssen. Natürlich sind auch langweilige Jobs wie Unkraut in den Gemüsegärten zupfen dabei, aber da muss man halt auch durch. Wir stehen jeden Tag um acht auf, frühstücken und gehen dann jemanden suchen, der uns eine Aufgabe gibt. Wir arbeiten dann meistens bis Feierabend mit, also bis es dunkel wird. Wenn wir langeweile haben, wird sich das Motorbike geschnappt und freigetreten. Das steht auch auf meinem Plan, wenn ich wieder nach Hause komme. Ich brauch unbedingt einen Motorradführerschein, das ist ja sowas von geil.. =) Alles in einem macht die Arbeit hier ziemlich Spaß, einach komplett in der Farmarbeit involviert zu sein und jeden Tag etwas neues zu machen. Wenn die Schafe irgendwo anders hintransportiert werden, wird das mit einem Hude, einer Motorcross, einem Hund und zu Fuß gemacht. Schafe sind blöd, nur mal nebenbei, und sehen auch blöd aus. Wir wissen nch nicht genau, wie lange wir hier bleiben. Nach der Farm wollen wir nach Adelaide, ich hoffe, dort können wir bei irgendjemandem pennen, ich habe viele Leute aus Adelaide in Broome kennengelernt. Darauch sind wir auch mehr oder weniger angewiesen, weil ich zu gut wie pleite bin. Ich musste diese Woche meine Autoversicherung bezahlen, welche mich unerwartet überrascht hat und mein Konto leergeräumt hat. Eigentlich ist es recht unpassend, das wir unbezahlt hier arbeiten, aber ich bereue es auf keinen Fall, weil ich jetzt nach ein paar Tagen schon mein zweites Jahr Visum bekommen habe und das heißt, dass ich nicht mehr irgenwo zwangsweise für 3 Monate fruitpicken muss um das zu bekommen. Für die, die es noch nicht wissen, ich komme nächstes Jahr noch nicht nach Hause, mir gefällt es hier zu gut. Ich häng noch ein Jahr dran und seh, was auf mich zu kommt. Ich erlebe hier einfach jeden Tag was neues und das soll noch nicht aufhören. Vielen Leuten, denen ich das schon erzählt habe, waren nicht sehr begeistert, aber tut mir leid, da muss ich mal egoistisch sein. So, ich muss jetzt ausm Haus, da wartet ein Zaun, der abgerissen werden will. Zwischen Sandy Bay und Borden ist noch ne Menge passiert, zum Beispiel der südliche Teil der Westküste und eine Woche lang Perth. Ich habe auch fleißig Blog geschrieben, aber leider hat den Max ausversehen gelöscht und das war zu viel um es nochmal aufzuschreiben. Kurzfassung..: Westküste war Hammer, Perth war auch Hammer, aber keine Stadt für mich um ewig dort zu bleiben. Hatten ne coole Woche, mit anschließendem Wochenende in einem Luxusappartment in Fremantle. War geil geil, aber ich hoffe Adelaide wird besser
13.12.11 06:26
 


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